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Oktober 2011 – Universal Transport ringt alle Schwierigkeiten nieder.
Oder wie wir mit zwei überdimensionalen Ringen quer durch Europa fahren.
Als im Oktober unsere beiden Lkw in Brasov entladen wurden, endete für unsere Kollegen aus Bad Nenndorf ein Projekt, welches sie über 4 Monate lang begleitet hatte. Aber erst einmal zum Ausgangspunkt der speziellen Transporte:
Anfang Juni erhielt unser Vertriebsbüro den Auftrag zwei Ringe einer Trocknertrommel aus Frankreich nach Rumänien zu befördern. Hierbei handelte es sich jedoch um einen Trockner, der etwas größer ist als üblich. Denn schließlich besaßen allein die Ringe der Trommel einen Einzeldurchmesser von 8,60 m und ein Gewicht von jeweils 39,0 to. Schnell wurde deutlich, dass als Verkehrsträger hauptsächlich das Schiff zum Einsatz kommen würde.
In der Vorbereitungsphase reservierte man also die speziellen Schiffe. Besonderheit dabei war, dass die Ringe liegend transportiert werden mussten. Es wurde also ein Schiff mit 10 m breiter Ladefläche benötigt. Gleichzeitig wurden die Umschlagshäfen ausgemacht. So schlug man die Ringe im Endeffekt an 4 unterschiedlichen Standorten in Europa um.
Da weder Be- noch Entladeort einen direkten Wasserzugang hatten, planten unsere Kollegen neben dem Hauptlauf per Schiff natürlich auch noch Vor- und Nachlauf. Während in Frankreich eine Strecke von „nur“ 3 km mit dem Lkw zu transportieren war, warteten in Rumänien nochmals 270 km darauf, per Straße bewältigt zu werden. Ein wahnsinniger Kraftakt der schon im Vorfeld viel bürokratische Arbeit mit sich brachte. Doch mit unserer eigenen rumänischen Niederlassung konnten auch diese Schwierigkeiten ausgeräumt werden. So kümmerten sich die Kollegen aus Sibiu neben der Fahrzeuggestellung auch um die Genehmigung und die erforderliche Begleitung innerhalb Rumäniens.
Nach insgesamt acht Wochen Vorbereitungszeit war es dann endlich soweit und der Transport quer durch Europa konnte beginnen. In Denain, im Norden Frankreichs gelegen, standen unsere Lkw bereit um die beiden Ringe zum Binnenhafen zu befördern. Dort wartete dann auch schon das erste reservierte Schiff auf seine besondere Ware. Nach einer Beladung von insgesamt 6 Stunden machte sich das Schiff gegen 16.00 Uhr auf nach Belgien, um im Hafen von Antwerpen unsere Ringe auch schon wieder zu entladen. Das nächste Schiff folgte, welches quer durch Deutschland in den österreichischen Hafen von Krems fuhr. Wiederum einen Umschlag später konnte die Fahrt dann nach Rumänien fortgesetzt werden. In Braila, im Osten Rumäniens gelegen, stand endlich die Entladung auf dem Programm. Denn nun ging es über die Straße weiter bis nach Brasov. Unsere beiden Kombinationen, 3-Achs Zugmaschinen mit 5-Achs Semis, benötigten insgesamt 2 Nächte um die Ringe sicher zum Entladeort zu bringen.
Dort angekommen war die Reise nun zu Ende. Nach einem Transport von über einem Monat und insgesamt 2.500 zurückgelegten Kilometern konnten wir die besondere Ware wie gewünscht zur Anlage bringen. Die Abwicklung seitens unserer Niederlassung in Bad Nenndorf hatte genauso gut geklappt wie die Zusammenarbeit mit den Kollegen aus Rumänien. So konnten alle Beteiligten vollauf zufrieden sein und die Ringe verbaut werden.
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